Schlagwort-Archive: Schulentwicklung

Wo es Wasser gibt, kann man schwimmen lernen – die digitale Transformation, das Lernen und die Pinguin-Metapher

Den Ausgangspunkt der kleinen Geschichte bildet die Pinguin-Metapher mit dem grünen und blauen Medium, wie sie Jöran hier in dem Video für die Medienberatung Niedersachsen erklärt:

Dazu die folgende Geschichte in 4 Bildern:

Bild 1: Die Pinguine leben auf einer Insel. Fliegen können sie nicht, sie bewegen sich also zu Fuß fort.

Bild 2: Den kleinen Pinguinen wird von den großen Pinguinen erzählt, dass es ihr Ziel sei, eines Tags auf den Berg hinaufzuklettern. Das müssten sie gut vorbereiten, dafür also viel lernen und hart arbeiten.

Bild 3: Um die Insel herum ist Wasser. Die Pinguine merken eines Tags, dass sie sich im Wasser schneller bewegen können. Was für eine großartige Möglichkeit! Nun geht es einfacher und schneller zum Berg, weil sie einen Teil des Wegs durch das Wasser zurücklegen können…

Bild 4: Als sie das Wasser nutzen, entdecken sie, dass es eine andere Insel, vielleicht sogar noch viel mehr Inseln gibt. Da sie nun schwimmen können, stellt sich die Frage: Was tun?

Bleibt es weiterhin das Ziel der kleinen Pinguine, den Berg zu erklimmen? Oder sind jetzt vielleicht nicht ganz andere Ziele möglich, wenn nicht sogar nötig?

Nun werden einige denken, na, da fragen wir doch die kleinen Pinguine einfach selbst, wohin sie wollen. Doch viele antworten, dass sie gar nicht wissen, was ihr Ziel sein soll. Ihnen wurde ja immer vorgegeben, was sie erreichen sollen.

Schluss: Offenkundig ist es nicht ausreichend, dass die Pinguine schwimmen gelernt haben. Es ist ein Wandel nötig, der darüber hinaus geht. Welche Möglichkeiten bietet das Schwimmen das Wasser? Welche neuen Ziele lassen sich damit erreichen?

Und trotzdem: Einen Teil der Wege werden die Pinguine auch weiterhin zu Fuß zurücklegen, auch das will gelernt sein. Aber: Welche Bedeutung hat das Zufußgehen noch im Verhältnis zum Schwimmen?

Am besten geholfen hat den Pinguinen in dieser Situation übrigens das gemeinsame Entdecken und Ausprobieren. Vorher schien klar, was wie zu lernen und zu tun war. Nun ist es notwendig, Fehler zu machen, um lernen zu können. Nur so lassen sich Erfahrungen sammeln und diese – die guten wie die schlechten – mit den anderen teilen und diskutieren. Und so erschließen sich die Pinguine, die großen wie die kleinen, die für sie neue Welt immer ein Stückchen weiter…